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Alles MINT, oder was?

Mathematiker, Informatiker, Techniker – alles „typische“ Männerberufe oder? Wie viele Mathematikerinnen, Informatikerinnen oder Technikerinnen kennst du? Eben, zu wenige. Das soll sich mit MINT ändern!

 

MINT ist die Abkürzung der Fächer- und Berufsgruppen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Der Mangel an Fachkräften mit Abschlüssen in diesen Fächern gefährdet die Forschung und auch die Wirtschaft Deutschlands. Und gerade Frauen sind in diesen Feldern selten anzutreffen, obwohl es in den Branchen viele und gut bezahlte Jobs gäbe. Um das zu ändern hat die damalige Bildungsministerin Annette Schavan 2008 den nationalen Pakt „Komm mach Mint“ organisiert, der das Ziel verfolgt, junge Frauen für naturwissenschaftliche und technische Studiengänge zu begeistern sowie Hochschulabsolventinnen für Berufskarrieren in Wirtschaft und Wissenschaft zu gewinnen. Die Idee ging auf: Bereits 2012 hat sich jede vierte Studienanfängerin für ein MINT-Studienfach entschieden.

 

Du möchtest das auch?

Hier siehst du, was Mathematikerinnen und ihre Kolleginnen überhaupt machen:

 

Mathematikerinnen arbeiten zum Beispiel als Risk-Managerinnen bei Banken und Versicherungen. Dort analysieren sie anhand von erstellten Szenarien die Gefahren oder Risiken von Wertpapieren. In der Telekommunikationsbranche berechnen sie mit den Methoden der Wahrscheinlichkeitstheorie, wo wie viele Teilnehmer gleichzeitig telefonieren, damit so Telefonnetze entstehen und verbessert werden können. Auch in der Autoindustrie kannst du einen Job finden. Dort berechnest du dann unter anderem den Luftwiderstand von Karosserien. Auch bei der Unternehmensberatung oder dem Deutschen Patentamt bist du als Mathematikerin gern gesehen.

 

Informatikerinnen sind so relativ selten, da Informatikstudiengänge oft interdisziplinär angelegt sind, wie bei Medizin- oder Umweltinformatik. Als Medieninformatikerin kannst du als Systemberaterin bei Softwarefirmen oder in der digitalen Filmproduktion arbeiten oder beispielsweise 3D-Grafiken programmieren. Du beschäftigst dich außerdem im Bereich des E-Learning damit, wie man mit Computern leichter lernen kann und berätst die Nutzer von Lernportalen.

 

Naturwissenschaftlerinnen sind Physikerinnen oder Chemikerinnen. In der Physik arbeitest du zum Beispiel an Instituten und suchst Antworten auf Fragen wie „Wie viel Energie braucht das Gehirn?“ Deine Antworten darauf könnten helfen, Kernspintomografen (eine Art Röntgengerät für Organe) zu verbessern. In der Chemie kannst du dich beispielsweise auf das Fach Umwelt konzentrieren und bei Umweltämtern, Verbänden oder in der Industrie die Auswirkungen von Chemikalien auf die Umwelt untersuchen.

 

Technikerinnen haben einen sehr vielseitigen Beruf. Du kannst beispielsweise als Maschinenbau- oder Elektroingenieurin arbeiten und dich so um die Entwicklung von Maschinen, ihre Wartung und Reparatur in ganz verschiedenen Bereichen kümmern. Wenn du lieber in die Medizin möchtest, kannst du als Medizintechnikerin im Krankenhaus arbeiten oder unter anderem Software für medizinische Geräte entwickeln.

 

Text: doe

Quellen: http://www.komm-mach-mint.de/ www.brigitte.de/aktuell/job