Den Vertrag unterschreiben oder doch lieber nicht? Gut ist es, bereits vorher zu prüfen, wie gut das Unternehmen bei der Ausbildung ist. Foto: Panther Media/lilu_foto

Wie gut ist die Ausbildung?

Du weißt, welchen Beruf du erlernen willst? Aber wie erkennst du einen guten Ausbildungsbetrieb? Schließlich sollst du dort die nächsten drei Jahre verbringen, also ist es wichtig, dass du dich dort wohlfühlst.

Sieben Punkte, auf die du achten solltest:

 

Zukunft

 

Ein guter Ausbildungsbetrieb zeichnet sich durch eine hohe Übernahmequote aus. Schließlich steckt der Betrieb viel Zeit und Anstrengung in die Ausbildung der Lehrlinge. Und dann ist es nur logisch, dass der Betrieb seine selbst geformte Fachkraft auch behalten möchte. Ein Betrieb, der seine Lehrlinge fast nicht übernimmt, sollte dich stutzig machen.

 

Geld

 

Einen guten Ausbildungsbetrieb erkennst du daran, dass deine Leistung nach den tariflichen Bestimmungen entlohnt wird. Eine unterdurchschnittliche Bezahlung kann ein Zeichen dafür sein, dass du in diesem Betrieb wenig lernst und viele Hilfstätigkeiten verrichten musst. Wie hoch dein Ausbildungsgehalt sein sollte, findest du heraus, wenn du im Internet nach den Tarifvereinbarungen für deine Branche und den Ausbildungsberuf suchst.

 

Firmenphilosophie

 

Die meisten Unternehmen stellen auf ihrer Homepage ihre Firmenphilosophie vor. Lies dir genau durch, was das Unternehmen antreibt. Geht es in erster Linie darum, die Marktführung auszubauen oder ist dem Unternehmen wichtig, die natürlichen Ressourcen zu schonen. Lies es dir genau durch und prüfe, ob es zu deinen Wertvorstellungen und zu deinem Weltbild passt.

 

Bewertung

 

Es gibt immer mehr Bewertungen im Internet – doch mit diesen sollte man vorsichtig umgehen. Schließlich sind dies immer individuelle Erfahrungen. Doch wenn ein Unternehmen fast ausschließlich negative Einträge hat, sollte man das Unternehmen genau unter die Lupe nehmen. Sind dagegen nur positive Bewertungen zu finden, dann scheint hier eine rundweg gute Stimmung zu herrschen und deine Bewerbung sollte sich möglichst bald auf den Weg machen.

 

Die ersten vier Punkte kannst du bereits im Vorfeld einer Bewerbung abklären. Bei den folgenden Kriterien, musst du den Betrieb kennenlernen. Das kann bei einem Vorstellungsgespräch, einem Probearbeitstag, einem Praktikum oder während der Probezeit passieren. Solltest du bereits bei der Probezeit feststellen, dass du in dem Unternehmen nicht gut aufgehoben bist, kannst du im Notfall noch relativ unkompliziert wechseln.

 

Betreuung

 

Hast du einen persönlichen Ansprechpartner? Einen Ausbilder, zu dem du jederzeit gehen kannst, wenn du Fragen oder Probleme hast? Gerade in der Anfangszeit ist es wichtig, dass jemand an deiner Seite steht, der dich unterstützt und motiviert.

 

Aufgaben

 

Während deiner Ausbildung solltest du alle Facetten deines Ausbildungsberufs kennenlernen. Abwechslungsreiche und vielseitige Aufgaben machen eine gute Ausbildung aus. Natürlich kann es vorkommen, dass du gerade am Anfang viele einfache Tätigkeiten übernehmen musst. Aber wenn du wochenlang in das Archiv gesteckt wirst, um dort Akten zu vernichten, dann ist das kein gutes Zeichen. Klar ist: Übung macht den Meister – also ist es ganz normal, bestimmte Tätigkeiten immer wieder auszuüben, aber es sollte immer wieder etwas Neues dazukommen.

 

Feedback

 

Bist du in einem guten Unternehmen gelandet, dann gibt dir der Ausbilder in regelmäßigen Abständen ein Feedback. Wie zufrieden ist man mit deiner Arbeit und deinem Lernfortschritt? Dein Ausbildungsplan und dein Berichtsheft werden besprochen. Aber genauso wichtig ist deine eigene Meinung. Bist du zufrieden und bekommst du genug Unterstützung?

Solche Gespräche sind sehr wichtig und damit ein gutes Indiz dafür, ob du in einem guten Ausbildungsbetrieb gelandet bist oder nicht!

 

 

Das erste selbstverdiente Geld! Einen guten Ausbildungsbetrieb erkennst du daran, dass deine Leistung nach den tariflichen Bestimmungen entlohnt wird. Foto: MEV

 

Text: Anke Sturm