Im Gespräch gehen Bestattungsfachkräfte mit den Angehörigen den Ablauf der Trauerfeier durch. Foto: © panthermedia.net / Kzenon

Bestattungsfachkraft: Einfühlsames Organisationstalent

Die Bestattungsfachkraft ist ein einfühlsames Organisationstalent, das Hinterbliebene beim Tod von Angehörigen unterstützen. Eine dreijährige Ausbildung im Betrieb und der Berufsschule bereitet die angehenden Fachkräfte auf ihre umfangreichen Arbeitsaufgaben vor.

 

Welche Voraussetzungen bringst Du mit?

 

Wichtig für den Beruf ist, dass Du auch in emotionalen Situationen einen kühlen Kopf bewahrst. Für den Umgang mit Toten ist psychische Stabilität gefragt, für den Kontakt mit Hinterbliebenen Kommunikationsfähigkeit und Einfühlungsvermögen. Eine bestimmte Schulbildung ist rechtlich nicht vorgeschrieben – Betriebe stellen aber überwiegend Auszubildende mit mittlerem Schulabschluss oder Hochschulreife ein. Mit einem guten Hauptschulabschluss stehen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz aber ebenfalls nicht schlecht.

 

Was sind Deine Arbeitsaufgaben?

 

Im Todesfall betreust Du als Bestattungsfachkraft die Angehörigen, berätst sie und klärst gemeinsam mit ihnen die Details der Bestattung ab. Außerdem organisierst und koordinierst Du alle mit der Bestattung zusammenhängenden Arbeiten. Dazu zählt unter anderem die Überführung des Toten, beispielsweise ins Bestattungsinstitut, wo die Verstorbenen von Dir hygienisch und kosmetisch versorgt werden. Als Fachkraft richtest Du außerdem je nach Bestattungsart Sarg oder Urne her, legst Gräber an und bist in der Regel auch für die Trauerfeierlichkeiten verantwortlich. Die Vermittlung von Bestattungsvorsorgeverträgen, die Kostenkalkulation und die Abrechnung mit Krankenkassen, Versicherungsgesellschaften und Kunden gehören zu Deinen kaufmännischen Aufgaben.

Bestattungsfachkräfte werden dazu ausgebildet, sich professionell im Hintergrund zu halten. Wenn alles reibungslos funktioniert, hast Du also einen guten Job gemacht. Natürlich hast Du in diesem Berufsfeld viel mit Toten zu tun, aber noch mehr mit den Lebenden, denen Du Beistand leistest.

Wo wirst Du als Bestattungsfachkraft eingesetzt?

 

Typische Arbeitgeber sind Bestattungsinstitutionen, Krematorien und Friedhofsverwaltungen. Als Bestattungsfachkraft arbeitest Du überwiegend in Büro- und Geschäftsräumen, in Werkstätten, im Freien am Grab sowie in Krematorien und Aufbahrungshallen.

 

Welche beruflichen Perspektiven warten auf Dich?

 

Wer sich weiterbilden möchte, macht beispielsweise einen Abschluss als Bestattermeister. Diese Zusatzausbildung dauert etwa sechs Monate bis zwei Jahre und befähigt Dich dazu, mehr Verantwortung zu übernehmen, in der Personalführung zu arbeiten und selbst Lehrlinge auszubilden. Des Weiteren kannst Du – mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung als Bestattungsfachkraft – an der Industrie- und Handelskammer eine Weiterbildung zum Bestattungsfachwirt machen und Dich somit auf einen bestimmten Bereich spezialisieren, zum Beispiel die Buchhaltung. Zu guter Letzt bleibt Dir als Bestattungsfachkraft noch der Schritt in die Selbständigkeit. Ein Meistertitel schadet nicht, ist aber nicht zwingend nötig. Um ein eigenes Bestattungsinstitut zu eröffnen, brauchst Du dagegen unbedingt Erfahrung und gute Kontakte.

 

Mit einem Leichenwagen werden Verstorbene zum Bestattungsinstitut transportiert. Foto: © panthermedia.net / Buurserstraat38

Quellen: planet-beruf.de, Ausbildung.de