Praxiserfahrung UND Studienabschluss? Gleich zwei Gründe zur Freude! Foto: panthermedia/.shock

Duales Studium

Du kannst dich nicht entscheiden zwischen Ausbildung und Studium? Du möchtest die theoretischen Grundlagen genau kennen, aber die Praxiserfahrung ist auch nicht von der Hand zu weisen? Dann bist du vielleicht die richtige Kandidatin oder der richtige Kandidat für ein duales Studium!

 

Ein duales Studium ist eine Art Kooperation zwischen Universität, Firma und Student

 

Der oder die Studierende unterschreibt dabei bei einer Firma oder einem Unternehmen einen Arbeitsvertrag und arbeitet auch da. Allerdings meist nur während der vorlesungsfreien Zeit oder in Teilzeitarbeit. Den Rest des Semesters verbringt der oder die Studierende in der dualen Hochschule und studiert. Dafür gibt es vom Unternehmen eine Art Stipendium. Du profitierst also von den finanziellen Vorteilen und erhältst noch dazu eine Menge Praxiserfahrung, die du anderen Studierenden voraus hast. Auch die Möglichkeit, bereits in der Berufswelt Fuß zu fassen und Kontakte zu knüpfen, ist ein großer Vorteil des dualen Studiums. Manche Studienprogramme umfassen sogar noch eine klassische Ausbildung, die parallel zum Studium läuft und währenddessen abgeschlossen wird.

 

Das duale Studium hat verschiedene Formen:

 

Die ausbildungsintegrierenden dualen Studiengänge umfassen eine vollständige Ausbildung und du absolvierst sie meist innerhalb von vier Jahren. Du hast dann einen Bachelor-Abschluss und einen IHK/HWK-Abschluss bzw. einen fachschulischen Abschluss. Der übliche Berufsschulunterricht wird hierbei meist gestrafft und zum Teil von der Hochschule übernommen. An manchen Hochschulen, vor allem in Bayern, beginnt das Studium erst nach dem ersten Ausbildungsjahr und der Rest der Ausbildung wird in der vorlesungsfreien Zeit nachgeholt.

 

Die praxisintegrierenden dualen Studiengänge hingegen dauern drei bis vier Jahre und verbinden ein Bachelor-Studium mit integrierten Praxisphasen. Das heißt du arbeitest entweder in Teilzeitarbeit oder in längeren Praxisphasen in deinem Unternehmen. Mit einem Praxissemester bei einem „normalen“ Studium sind diese Phasen allerdings nicht zu vergleichen, da sie meist auf die Studieninhalte abgestimmt sind und so Theorie und Praxis verbinden.

 

Für beide Studienmöglichkeiten brauchst du die allgemeine Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Eine vorangegangene Ausbildung oder Berufserfahrung wird aber nicht erwartet.

 

Doch auch ohne Abitur, dafür mit einer abgeschlossenen Ausbildung kannst du ein duales Studium beginnen:

 

Die sogenannten berufsintegrierenden dualen Studiengänge kombinieren einen Studiums-Abschluss mit einer Teilzeittätigkeit. Auch dieser Ausbildungsweg dauert etwa drei bis vier Jahre. Neben der Zusage zum Studium benötigst du hier einen Teilzeitarbeitsvertrag deines Unternehmens, bei dem du tage- oder blockweise arbeitest, je nachdem wie deine Studienveranstaltungen liegen. In diesem Bereich gibt es auch einige Studiengänge, die die Möglichkeit bieten, eine Meisterqualifikation zu erlangen. Wieder andere setzen den Meister- oder Techniker-Abschluss jedoch voraus.

 

Auch eine Möglichkeit, ohne Abitur an einen Studienabschluss zu kommen, sind berufsbegleitende duale Studiengänge. Hier arbeitest du Vollzeit in einem Unternehmen und studierst nebenher selbstständig. Das Selbststudium beinhaltet einige Seminare, die an höchstens einem Tag der Woche stattfinden. Das Unternehmen kommt dir hier aber für gewöhnlich entgegen mit Freistellungen oder Arbeitserleichterungen.

 

Bei einem dualen Studium solltest du dir natürlich immer im Klaren darüber sein, dass das auch eine Doppelbelastung bedeutet, da du nicht nur Studierende/r bist, sondern auch Mitarbeiter/in. Da aber die meisten Studierenden nebenher jobben müssen, bist du ihnen auch hier wieder einen Schritt voraus, da du bereits einen Job in deiner Wunschnische hast.

 

Quelle: www.duales-studium.de