Fotos: MEV-Verlag / Svenja Krebs

Dein Gehalt während der Ausbildung

Wie viel Gehalt bekomme ich während der Ausbildung?

 

Das ist eine schwierige Frage. Endlich bekommst du dein eigenes Geld, aber wovon ist es abhängig und wie viel eigentlich? Hierauf gibt es keine allgemeine Antwort, denn die Ausbildungsvergütung hängt von vielen Faktoren ab und ist je nach Branche und Betrieb unterschiedlich. Es gibt Berufe, in denen man mehr oder auch weniger verdient. Am besten informierst du dich vorher, welches Gehalt üblicherweise in deinem Traumberuf bezahlt wird. Das Gute daran ist, dass in jedem Lehrjahr die Vergütung steigt.
Was mach ich, wenn mir mein Gehalt nicht ausreicht?

Finanzielle Hilfen

 

Auch für Azubis gibt es finanzielle Hilfen während der Ausbildung. Da wäre zum Beispiel die Berufsausbildungsbeihilfe (BAB). Die BAB fördert sowohl betriebliche als auch außerbetriebliche Ausbildungen in anerkannten Ausbildungsberufen und wird für die komplette Dauer deiner Ausbildung gezahlt. Du hast Anrecht auf BAB, wenn es sich um deine erste Berufsausbildung handelt und wenn dir das erforderliche Geld für deinen Lebensunterhalt, Essen oder Fahrtkosten nicht anderweitig zur Verfügung gestellt werden kann. Wie viel BAB du bekommst, hängt von verschiedenen Faktoren hab. Du musst zum Beispiel in deiner eigenen Wohnung wohnen und einen abgeschlossenen Ausbildungsvertrag nachweisen können. Der Antrag muss rechtzeitig, am besten vor Beginn der Berufsausbildung, bei der Agentur für Arbeit, in deren Bezirk du deinen Wohnsitz hast gestellt werden.

 

Darf ich mir einen Nebenjob zulegen?

 

Die Antwort lautet Ja. Du darfst trotz einer Vollzeitausbildung einen zweiten Job annehmen, indem du maximal 450 Euro im Monat dazu verdienst. Bevor du allerding einen Nebenjob annimmst, musst du deinen Ausbildungsbetrieb darüber informieren. Der Job darf natürlich nicht in einem Konkurrenzunternehmen sein, denn dann kann dir dein Arbeitgeber den Job verweigern. Dein Nebenjob sollte auch deine Arbeitsleistungen in deiner Ausbildung nicht beeinflussen. Das heißt zum Beispiel, wenn du als Bedienung arbeitest, dir die Nächte um die Ohren schlägst, dann macht sich der Schlafmangeln in der Ausbildung bemerkbar.

 

Wichtige Hinweise

 

Durch das Jugendschutzgesetzt ist geregelt, wie viele Stunden du in der Woche arbeiten darfst und wie viele Stunden Pause zwischen deiner Arbeit liegen müssen. Zudem musst du aufpassen, denn wenn du krankgeschrieben bist, darfst du natürlich auch deinem Nebenjob nicht nachgehen. Ansonsten kann dir die fristlose Kündigung deiner Ausbildung drohen. Außerdem sollte dir klar sein, dass du keinen Anspruch mehr auf Wohn- oder Kindergeld hast, wenn du zu viel verdienst. BAB hingegen wird dir trotzdem gewährt, wenn du zusätzlich „nur‘“ bis zu 400 Euro verdienst.

 

 

Foto: MEV-Verlag / Karl Holzhauser

 

Text: Tatjana Schröder