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Überleben im Grossraumbüro

Kollegen und Ansprechpartner sitzen nur ein paar Meter weiter, eine Besprechung wird schnell und unkompliziert per Zuruf organisiert – sicher hat das berühmte Großraumbüro seine Vorteile. Allerdings bringt es die eine oder andere Schwierigkeit mit sich und auch die Gefahr von Fettnäpfchen steigt. Wer ein paar Richtlinien befolgt, der kann sich erfolgreich durch den Büro-Dschungel kämpfen:

 

Stress und Dauerbelastung vermeiden

 

Durch den Lautstärkepegel hast Du es wahrscheinlich sowieso schon bemerkt: Du bist nicht allein in diesem Büro. Arbeiten, die ein hohes Maß an Konzentration erfordern, fallen daher oftmals schwer. Das kann zu Stress führen und auf Dauer sogar krank machen. In den meisten Fällen sind die Aussichten auf ein Einzelbüro aber nicht so rosig. Deshalb solltest Du einen Weg für Dich persönlich finden, mit dem Lärm zurecht zu kommen. Wer dabei einfach auf Durchzug schalten kann: Herzlichen Glückwunsch! Allen anderen kann es schon helfen, einfach mal tief durchzuatmen, einen Schluck Wasser zu trinken und regelmäßig Pausen einzulegen. Generell ist im Großraumbüro Rücksicht gefragt: Solltest Du also mal weniger Arbeit haben, als andere Kollegen, solltest Du Dich dennoch so ruhig wie möglich verhalten.

 

Bürotratsch

 

Das solltest Du beachten, wenn mal wieder der neueste Kollegen-Klatsch Thema im Büro wird: Sich nicht zu beteiligen ist meist die beste Lösung, denn man weiß nie, welche Kreise ausgeplauderte Informationen am Ende ziehen. Und das kann Deinem Ruf massiv schaden.

 

Kontakte pflegen

 

Ein gutes Netzwerk mit den Kollegen im Großraumbüro kann nie schaden. Offenheit und Hilfsbereitschaft sind hierbei der richtige Weg. Man weiß nie, wann man selbst einmal Hilfe benötigt. Aber ganz egal, wie gut man sich versteht: Kaffeepause und Feierabend finden außerhalb des Büros statt – allein schon aus Respekt vor den Kollegen, die sich von Gesprächen gestört fühlen könnten. Auch beim Essen solltest Du den Raum eher verlassen. Es sei denn Deine Mahlzeit ist geruchs- und geräuschlos.

 

Der Schreibtisch in der Ecke

 

Es steht ein Umzug in ein neues Büro an? Spätestens dann ist es bei vielen mit der Freundlichkeit vorbei. Den Schreibtisch an der Wand oder der Ecke will jeder gern beziehen. Aber selbst wenn das nicht klappt, kann man für etwas Privatsphäre sorgen: Setze klare Grenzen und achte darauf, dass Teile Deines Tisches nicht zum Allgemeingut werden. Auch ein paar persönliche Gegenstände, wie Fotos von der Familie oder eine persönliche Tasse können dabei helfen, sich im Großraumbüro etwas wohler zu fühlen.

 

Störfaktor Telefon

 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist das Telefon: Ständig bimmelt es irgendwo und der Kollege links neben Dir führt wieder ständig laute Privatgespräche. Nimm auf Deine Kollegen Rücksicht. Wenn Dich selbst etwas massiv stört, versuche, den Kollegen höflich und unter vier Augen darauf anzusprechen.

 

Den Rhythmus anpassen

 

Ein fester Tagesablauf im Großraumbüro? Dieser Traum bleibt meist unerfüllt. Achtet man jedoch mal genau darauf, was den Tag über im Büro passiert, erkennt man jedoch vielleicht doch eine Struktur. Finde heraus, wann es am ehesten möglich ist, konzentriert zu arbeiten und richte Deinen Rhythmus möglichst danach.

 

Auch mal bewegen

 

Ein letzter Tipp: Braucht man etwas aus dem Nachbarbüro, einfach mal rübergehen statt anzurufen. So bleibt man in Bewegung und hilft dabei, den Unruhepegel im eigenen Büro zu senken.

 

 

Text: AZ/Laura Alsleben