Arbeiten, wenn andere schlafen, das bedetuet auch in der Freizeit Kompromisse einzugehen. Bild: Panthermedia/minervastock

Nachteulen aufgepasst

Hier kommen Jobs, die zu eurer Tagesgestaltung passen!

 

Berufe, bei denen man Nachtschichten machen kann oder muss, gibt es mehr als du vielleicht denkst. So ist die Pflegebranche auf Arbeitnehmer, die nachts arbeiten angewiesen. Ob im Krankenhaus, in der Altenpflege, dem Rettungsdienst oder sonstigen Pflegeberufen – die Menschen müssen auch nachts betreut werden. Auch Polizisten oder die Damen und Herren der Feuerwehr sind nachts im Einsatz, genauso wie Türsteher oder Sicherheitsleute. Taxifahrer oder Mitarbeiter in der Gastronomie sowie im Hotelgewerbe sind Nachtschichten gewohnt. Alle Mitarbeiter in der Produktion, die nicht über Nacht gestoppt werden kann, kennen die Nachtarbeit und auch Bäcker arbeiten nachts.

 

Das verändert sich für dich

 

Viele Menschen mögen das späte Arbeiten. Es ist meist ruhiger, man kommt oft dazu, Dinge zu erledigen, für die tagsüber keine Zeit bleibt und man verdient mehr Geld. Trotzdem gibt es natürlich auch die andere Seite: Denn zu arbeiten, wenn andere schlafen, heißt auch zu schlafen, wenn andere frei haben. Du musst also durchaus bereit sein, Kompromisse einzugehen, wenn es um deine Freizeit geht und hoffen, dass dein Freundeskreis das auch versteht. Seinen Geburtstag muss dein bester Freund dann eventuell ohne dich feiern. Dafür kannst du am nächsten oder auch am übernächsten Tag – je nachdem wie lang die Party ging – beim Brunch mit ihm nachfeiern.

 

Auch die Umstellung von Tag- zu Nachtarbeit ist nicht ohne. Dein Biorhythmus muss sich erstmal darauf einstellen, nachts um 3 Uhr hellwach statt kuschelig im Bett zu sein und das kann durchaus eine ganze Weile dauern. Du darfst dich also nicht wundern, wenn du die ersten paar Nächte einfach nur hundemüde bist. Wenn du sowieso die Nacht zum Tag machst, dürfte dir die Umstellung allerdings leichter fallen. Außerdem hast du für gewöhnlich auch ausgleichende Tage und auch nachts mal frei.

 

Rechtliches

 

Vorsicht allerdings, wenn du unter 18 Jahren bist! Beginnst du eine Ausbildung und bist noch nicht volljährig, darfst du auch keine Nachtschicht machen. Jedoch gibt es auch hier Ausnahmen, wenn der Job andere Arbeitszeiten als zwischen sechs und zwanzig Uhr nötig macht. Dazu gehören beispielsweise das Bäckerhandwerk oder die Landwirtschaft. Hier darfst du ab 16 Jahren schon um 5 Uhr, mit 17 Jahren ab 4 Uhr und bis 21 Uhr arbeiten. Im Gast- und Schaustellergewerbe dürfen Jugendliche sogar bis 22 Uhr arbeiten. Es müssen aber grundsätzlich zwölf Stunden zwischen jeder Nachtschicht liegen und es gibt auch hier Regeln zur maximalen Stundenanzahl, die Jugendliche am Stück arbeiten dürfen.

 

Text: doe