Das Fertigen von hochwertigen Schmuckstücken erfordert Können und Geduld. Foto: panthermedia/blanaru

Silberschmied/-in

Glänzende Aussichten

 

 

Edles Geschmeide aus Silber ist bereits seit hunderten von Jahren beliebt. Kein Wunder, lassen doch Ketten, Armbändchen oder Ringe aus dem strahlenden Metall auch seine/n Träger/in erstrahlen. Heute ist Schmuck besonders als Geschenk beliebt und erfreut jeden. Du möchtest der Grund für diese Freude sein? Dann bist du im Beruf des Silberschmieds ganz richtig!

 

 

Was du genau machst:

 

 

Du lernst, deine eigenen Ideen und die deiner Kunden umzusetzen – zuerst in Form von gezeichneten Entwürfen und dann durch die Umsetzung dieser Zeichnungen in Metall. Dazu wählst du die richtigen Werkzeuge und Silberbleche. Nach dem Übertragen des Entwurfs darauf, schneidest du das Material mit einer Blechschere zu und veränderst dessen Form zum Beispiel durch das sogenannte Treiben. Dabei formst du die Bleche mit Punzen oder Treibhämmern neu. Passt die Form, kannst du das Schmuckstück mit Edelsteinen oder Mustern noch verzieren. Neben der Konzeption und Herstellung von Schmuck gehört auch das Fertigen von Gebrauchsgegenständen, wie Teekannen, Etuis, Besteck oder Dosen zu deinen Aufgaben. Für die meisten Kunden sehr wichtig ist auch die Reparatur und Restaurierung ihrer älteren Schätze, die du übernehmen kannst.

 

 

Theorie und Praxis:

 

 

Damit du für den Beruf des Silberschmieds gut gerüstet bist, wird dir in den dreieinhalb Jahren Ausbildung sowohl die Praxis als auch die Theorie vermittelt. In der Praxis, sprich in deinem Ausbildungsbetrieb, erfährst du, wie man Oberflächen durch Polieren oder Mattieren behandelt und gestaltet. Du fertigst Modellzeichnungen an und bearbeitest Metalle durch Prellen und Hämmern. Du lernst, wie die speziellen Maschinen zu bedienen sind und worauf du beim Anfertigen von Werkstücken achten musst. Damit alles reibungslos ablaufen kann, wird dir beigebracht, deine Arbeitsabläufe zu planen, zu kontrollieren und die Arbeitsergebnisse zu kontrollieren sowie Materialien richtig zu lagern. In der Berufsschule lernst du die theoretischen Aspekte kennen. Dazu werden die Grundlagen der Gestaltung vertieft, Darstellungstechniken, die Geschichte der Schmiedekunst sowie Werkstoffe, Edelsteine und Fertigungstechniken behandelt.

 

 

Die Abschlussprüfung:

 

 

Im Laufe deiner Ausbildung spezialisierst du dich entweder auf Metall oder auf Emaille, mit der du deine Schmuckstücke noch einzigartiger (und bunter) machen kannst.
Deine Abschlussprüfung wird aus einer schriftlichen Prüfung mit Fragen zu Technologie, Gestaltung, Arbeitsplanung, technischer Mathematik und Wirtschafts- und Sozialkunde sowie einer praktischen Vorführung deines Könnens bestehen. In der Praxis fertigst du ein Prüfstück an. Dabei beachtest du alle nötigen Schritte, von der Planung über die Vorbereitung bis zum Erstellen des Prüfprotokolls. Ist das geschafft, kannst du in handwerklichen Gold- und Silberschmiedewerkstätten, in der Schmuckherstellungsindustrie, beim Juwelier oder in einem Schmuckdesignatelier arbeiten. Wenn du dich dann noch weiterbilden möchtest, kannst du einen Meister oder ein Schmuckdesign-Studium absolvieren.

 

 

Voraussetzung für eine Ausbildung zum/r Silberschmied/in ist:

  • Kreativität
  • handwerkliches Geschick sowie auch Talent im Zeichnen
  • Präzision und Geduld, auch bei Kleinstarbeiten
  • Einfühungsvermögen, damit du auf die Wünsche deiner Kunden eingehen und sie professionell beraten kannst

 

 

Während der Ausbildung kannst du rund 1000 Euro verdienen. Danach kommt es ganz darauf an, in welcher Branche du arbeitest bzw. was du herstellst.

 

 

Text: doe