Bestimmt ein IT-ler...aber sie? Schwierig mit diesen Klischees und Vorurteilen im Job! Foto: panthermedia/inesbazdar

Typisch Mädchen- typisch Jungs

Mädchen können nicht mit Technik umgehen
…und Jungs sind keine Kindergärtner?!?

 

Statt Vorurteile aufzuzählen und ihnen noch mehr Raum zu geben, als sie im öffentlichen Bild sowieso schon haben (zu viel), wollen wir diejenigen feiern, die sich für Jobs entscheiden, die vielleicht (noch) nicht gang und gäbe sind für ihr Geschlecht und mit den Klischees aufräumen!
Aber Vorsicht: der nachfolgende Text könnte Sarkasmus enthalten!

 

1. Alle IT-ler sind Nerds

Ja, stimmt. Wenn Nerds diejenigen sind, denen du deine Lieblings-Apps zu verdanken hast. Die deine gelöschte Arbeit, an der du die letzten vier Wochen gesessen bist, wieder herzaubern können oder die sich eine goldene Nase verdienen, dann ja. Und das verdiente Geld können sie auch noch ganz für sich allein ausgeben, weil Freundinnen haben IT-ler, die ja alle männlich sind, sowieso nie.

 

2. Jungs haben gar kein Interesse an sozialen Berufen

Überhaupt haben Jungs ja gar keinen Bezug zum Sozialen. Alte oder kranke Menschen pflegen, sich mit Teenagern beschäftigen, die womöglich Probleme haben oder um Kinder kümmern – never! Für Kinder sind schließlich seit jeher die Frauen verantwortlich. Warum sollte das beruflich anders sein!?

 

3. Mit Kunst kann man kein Geld verdienen

Naja, da muss man eigentlich erst mal definieren, was Kunst ist. Aber im Allgemeinen: Justin Bieber ist schon ziemlich einzigartig. Vielleicht versuchst du dein Glück eher als Instagram-Blogger, wirst mega fame, hast Millionen an Followern und Euro auf dem Konto und kannst mit Anfang 20 in den Ruhestand. Oder du hängst wirklich dein Herzblut in deine Arbeit und machst dir klar, dass seinen Traum zu leben, nicht immer traumhaft ist, sondern auch harte Arbeit und Verzicht bedeuten kann. Und wenn es zu Lebzeiten nicht klappt: Vincent van Gogh war ja auch erst post mortem richtig berühmt. (Hat der eigentlich nen Instagram-Account?!)

 

4. Ärzte halten sich für was Besseres

Mein Haus, mein Boot, mein Golfplatz – das ist das Einzige was es im Leben von Ärzten gibt. Besonders Assistenzärzte werden schon dazu erzogen, Snobs zu sein. So können sie sich ganz gechillt ins Bett legen und bei dem vielen Schlaf, den sie kriegen, weil sie schließlich nie Überstunden oder Doppelt- und Dreifachschichten machen müssen, davon träumen, ihr Handicap zu verbessern.

 

5. Frauen können nicht Chef sein

Ganz klar! Da Frauen viel zu einfühlsam und emotional sind, können sie keine Mitarbeiter führen. Dass sie oft aufgeschlossener für Neues, klarer in ihrer Kommunikation und unterstützender im Umgang mit Mitarbeitern sind, tut da nichts zur Sache. Denn letztlich sind Frauen doch sowieso gar nicht an Karriere interessiert, weil sie eigentlich nur heiraten und Kinder kriegen wollen! Weiß man doch.

 

Jetzt mal im Ernst:

Klischees sind Blödsinn und überholt. Niemand sollte eine Berufswahl treffen müssen aufgrund von Geschlechterrollen aus den 50er Jahren und früher. Du willst Krankenschwester sein – als Mann? Gut! Du willst lieber Dächer decken als Kindern das Schreiben beizubringen, obwohl du eine Frau bist? Wunderbar!

 

Tu, was dir Spaß macht und lass dir von niemandem reinquatschen, dessen Vorstellungen von vorgestern sind, denn die passen nicht zu deinen Erfolgen von morgen!

 

Text: doe