Wer die Beiträge und Leistungen der Versicherungen richtig vergleicht, kann viel Geld sparen. Bild: djd/finanzierungsschutz/shutterstock/gcpics

Die wichtigsten Versicherungen in deiner Ausbildung

Wenn es nach den Versicherungsvertretern geht, müsste jeder Auszubildende an die 15 Versicherungen abschließen. Fakt ist jedoch: Azubis haben meistens wenig Geld zur Verfügung. Deshalb solltest du dir genau überlegen, welche Versicherung während deiner Ausbildung wirklich nötig ist.

 

Wir stellen dir die drei wichtigsten Versicherungen vor, die jeder Auszubildende unbedingt benötig:

 

Die Krankenversicherung

 

Grundsätzlich ist jeder Auszubildende verpflichtet, in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert zu sein. Das Gesetz regelt dies, indem Azubis prinzipiell in der gesetzlichen Sozialversicherung pflichtversichert sind. Hierzu gehören die Kranken-, Renten-, Arbeitslosen-, Pflege- und Unfallversicherung. Du wirst automatisch durch deinen Arbeitgeber versichert, jedoch musst du dazu deinem Ausbildungsbetrieb deine Krankenkasse nennen. Die Beiträge der Krankenkasse übernehmen je zur Hälfte der Arbeitgeber und du als Arbeitnehmer. In den meisten Fällen ist das die Krankenkasse, bei der du bisher über deine Eltern mitversichert warst. Als Azubi hast du jedoch auch die Möglichkeit, dich bei einer anderen gesetzlichen Krankenkasse zu versichern.

 

Gut versichert mit der Berufsunfähigkeitsversicherung. Falls mal mehr als nur ein Fuß gebrochen ist. Bild: MEV-Verlag/Eckart Seidl

Die Berufsunfähigkeitsversicherung

 

Diese Versicherung ist für den absoluten Notfall. Die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt, wenn du als Auszubildender während deiner Ausbildung schwer erkrankst oder du einen Unfall erleidest, der dich berufsunfähig werden lässt. Diese Versicherung ist so wichtig, weil du als Azubi bei einer Berufsunfähigkeit keinen Anspruch auf die staatliche Erwerbsminderungsrente hast. Diese greift erst nach fünf Jahren Berufstätigkeit oder nach 60 gezahlten Beitragsmonaten. Vor dem Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung musst du Fragen zu deiner Gesundheit beantworten. Hier gilt: Je gesünder du bist, desto niedriger sind die Beiträge. Die Höhe der Beiträge ist schwer festzumache und hängen natürlich auch von deinen gewünschten Leistungen und persönlichen Voraussetzungen abhängen. Entscheidend sind hier Faktoren wie Alter, Geschlecht, Risiko im Beruf und dein Gesundheitszustand. Unter dem Strich solltest du allerdings mit einem Jahresbeitrag von 300 bis 600 Euro rechnen.

 

Die private Haftpflichtversicherung

 

Ganz einfach gesagt, zahlt eine Haftpflichtversicherung, wenn du jemand anderem einen Schaden zufügst. Dabei kann es sich um kleine Schäden handeln, wie die Digitalkamera des Freundes kaputt machen, oder einen Unfall verursachen und jemanden schwer verletzen. Du solltest also unbedingt checken, ob Du versichert bis. Wenn Deine Eltern eine Privathaftpflichtversicherung haben und es die erste Ausbildung ist, die Du antrittst, bist Du automatisch mit bei Deinen Eltern versichert. Ist dies nicht der Fall, musst Du dich schnellst möglich um eine private Haftpflichtversicherung kümmern. Hier ist es wichtig beim Leistungsvergleich und den Beiträgen auf die Deckungssumme zu achten. Damit wird festgelegt, wie viel die Versicherung maximal zahlt. Deckungssummern von drei bis fünf Millionen Euro sind dabei gut und üblich, am besten ist natürlich, wenn in deiner Police steht: Unbegrenzte Deckungssumme!

 

Text: Agentur für Arbeit / Laura Alsleben