Vorstellungsgespräch

Eine Einladung zum Vorstellungsgespräch heißt, dass Du es unter die besten zehn Prozent der Bewerber geschafft hast. Bild: baranq, Panthermedia.net

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Die erste Hürde ist genommen, wenn Du zum Vorstellungsgespräch eingeladen wirst. Jetzt weißt Du, dass sich der potentielle Arbeitgeber für Dich interessiert und Du unter den am besten geeigneten zehn Prozent der Bewerber bist. Nun geht es darum, dich gewissenhaft auf das Vorstellungsgespräch vorzubereiten:

Auf was es ankommt

 

Im Vorstellungsgespräch geht es neben der Qualifikation vor allem darum, ob der Bewerber ins Team passt, welche sozialen Kompetenzen er mitbringt und wie gut er sich auf das Unternehmen und die anvisierte Stelle vorbereitet hat. Du solltest Dir schon im Voraus darüber im Klaren sein, was Du im Rahmen des Gesprächs von Deinem jeweiligen Gegenüber erfahren willst.

Mitnehmen solltest Du zum Bewerbungsgespräch unbedingt Deine Bewerbungsunterlagen, Deinen Lebenslauf, eventuell angeforderte Zeugnisse sowie das Einladungsschreiben, sowie ein neutraler Block und ein Stift für etwaige Notizen.

Essentiell ist zudem, dass Du Dich so gut es geht über das Unternehmen informierst und auf jeden Fall mehr Infos zusammenträgst, als nur Firmennahmen und -sitz. Themen, die Dich hier je nach Unternehmensgröße interessieren sollten, sind beispielsweise folgende:

  • Firmenstandorte sowie Mutter- und Tochterfirmen
  • Rechtsform des Unternehmens und Geschäftsführung
  • Produktpalette
  • Konkurrenz
  • Wirtschaftliche Lage und neue Entwicklungen
  • Mitarbeiterzahl
  • Auslandsniederlassungen
  • Image der Firma
  • Firmenphilosophie und Einstellung zu wichtigen Themen (Nachhaltigkeit, Personal, etc.)

 

Die meisten dieser Infos findest Du wahrscheinlich auf dem Internetauftritt des jeweiligen Unternehmens – allerdings können auch andere Seiten wie das Portal „Stepstone“ , die Arbeitgeberbewertungsseite „Kununu“ oder XING (ein großes soziales Netzwerk für berufliche Kontakte) bei der Recherche hilfreich sein. Auch eine Google-Suchanfrage kann Dir dabei helfen, herauszufinden, wie der zukünftige Arbeitgeber eingeschätzt wird. Sollte Dich etwas interessieren, das Du nicht online herausfinden kannst, kannst Du Dir dies für den Fragenteil des Vorstellungsgesprächs aufheben.

 

Diese Fragen kommen bestimmt:

  • Persönliche Stärken und Schwächen
  • Dein persönlicher Werdegang
  • Persönliche Erfolge oder Tätigkeiten, die Dich stolz machen

 

Überlege Dir hier einige anschauliche Beispiele, die Deine Persönlichkeit hervorheben und Dich von anderen Bewerbern unterscheiden. Achte unbedingt darauf, dass Du Dich hier auf Anforderungen für den jeweiligen Job beziehst – nenne also nur Eigenschaften, die mit dem Job zu tun haben, den Du bekommen willst. Anstatt unglaubwürdig zu behaupten, Du hättest keine Schwächen, ist es besser,  während dem Gespräch zu zeigen, dass Du Dir Deiner Schwächen bewusst bist und bereit bist, an ihnen zu arbeiten.

 

Tipps:

Mach Dir in Ruhe zu Hause Stichpunkte zu den Fragen, die bestimmt drankommen und schau sie Dir kurz vorher noch einmal an um dann im Gespräch sicherer zu sein.

 

Du überzeugst weder mit Überheblichkeit, noch mit falscher Bescheidenheit. Du wurdest eingeladen, weil Dich das Unternehmen kennenlernen möchte – sei also selbstbewusst, authentisch und so entspannt wie möglich. Lüge auf keinen Fall und lass Dich nicht durch hartnäckige Fragen aus der Ruhe bringen. Sei aufmerksam, unterbrich Deine Gesprächspartner nicht und achte auf Deine Körpersprache, Stimme und Mimik: Schau Dein Gegenüber an, lächle, spiele nicht mit Haaren oder Ärmeln, verschränke nicht die Arme und achte auf die Reaktion deines Gesprächspartners.

 

Auch Bewerbungsunterlagen, Lebenslauf und notwendige Zeugnisse solltest Du mit zum Gespräch nehmen. Bild: stockasso, Panthermedia.net

 

Text: Veronika Höldrich